Drei Bundesländer lockern Covid-Maskenregeln in Schulen

Schülerinnen und Schüler an Schulen in ganz Deutschland müssen aufgrund der Covid-Beschränkungen Gesichtsmasken tragen. Doch das soll sich in drei deutschen Bundesländern ändern.

Drei Bundesländer lockern Covid-Maskenregeln in Schulen

In Bayern müssen Schüler ab nächster Woche keine Masken mehr im Unterricht tragen, sagte Ministerpräsident Markus Söder.

Drei Bundesländer lockern Covid-Maskenregeln in Schulen

An Schulen im Saarland besteht ab diesem Freitag keine Maskenpflicht – sowohl in den Klassenräumen als auch in allen anderen Bereichen der Schule, sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

Und an Berliner Schulen wird ab Montag die Maskenpflicht für Schüler bis einschließlich der sechsten Klasse aufgehoben.

Weitere Regionen überprüfen ihre Covid-Maskenregeln in Schulen.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will nächste Woche klären, was mit der Maskenpflicht nach den Herbstferien passiert.

Auch in Baden-Württemberg wird über ein Ende der Covid-Maskenpflicht an Schulen nachgedacht, sagte ein Regierungssprecher.

Für die Lockerung der Maskenregeln in Schulen sind die Länder zuständig – nicht der Bund.

Müssen Schulen diesen Herbst und Winter schließen?

Politiker und Gesundheitsexperten sind besorgt über Schulschließungen im Herbst und Winter, wenn es zu einer drastischen Covid-Welle kommt.

Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, sprach sich gegen die Schließung von Kitas und Schulen bei steigenden Covid-Fällen aus. Er plädierte für mehr Impfschutz auf breiter Front, um Kinder vor Covid-Infektionen zu schützen.

Wir müssen damit rechnen, dass im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Infektionen vor allem bei den Ungeimpften zunehmen wird. Aber wir wollen sicher nicht, dass Schulen und Kitas dann wieder geschlossen werden müssen, sagte er.

Jung forderte 2G-Regeln – also nur Geimpften oder Genesenen (Genesen) – für bestimmte Mitarbeiter Zutritt zu gewähren.

Wir begrüßen, dass Arbeitgeber in sensiblen Berufen, in denen schutzbedürftige Menschen betreut werden, nach dem Impfstatus fragen dürfen, sagte der SPD-Politiker.

Aber er sagte, Deutschland sollte einen Schritt weiter gehen. „Wir erwarten, dass Mitarbeiter im Bildungsbereich, zum Beispiel in Kitas, Schulen und Wohngruppen, aber auch in Krankenhäusern und in der Pflege geimpft werden“, sagte er.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte jedoch, dass die Impfrate bei Lehrern und Kita-Personal bereits sehr hoch sei.

Nach meinen Beobachtungen und Schätzungen sind es weit über 90 Prozent, sagte er.

Und da wir auch in den Gesundheitsberufen eine hohe Impfquote haben, sehe ich auch keinen Grund, eine Impfpflicht für Ärzte und Pflegepersonal einzuführen, ergänzte Lauterbach.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind derzeit insgesamt 64,3 Prozent der deutschen Bevölkerung (53,4 Millionen) vollständig geimpft, 67,9 Prozent (56,5 Millionen) haben mindestens eine Impfung erhalten.

Bei den Erwachsenen sind fast drei Viertel (74,9 Prozent) vollständig geimpft, während etwa ein Drittel (33,7 Prozent) der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren geimpft sind.

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