Ein Wunder’: Deutsches Mädchen nach zwei Tagen vermisst in abgelegenen Wäldern gefunden

In einem als „Wunder“ bezeichneten Ereignis wurde ein junges Mädchen gefunden, das zwei Nächte bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt in einem abgelegenen und bergigen bayerischen Wald überlebt hatte.

Ein Wunder’: Deutsches Mädchen nach zwei Tagen vermisst in abgelegenen Wäldern gefunden

„Sie lebt, aber sie leidet an Unterkühlung und wurde ins Krankenhaus gebracht“, sagte ein Sprecher des bayerischen Polizeipräsidiums über die vermisste Julia, ein achtjähriges Mädchen aus Berlin.

Ein Wunder’: Deutsches Mädchen nach zwei Tagen vermisst in abgelegenen Wäldern gefunden

Ein tschechischer Forstarbeiter soll sie nach einer ausgedehnten Fahndung gefunden haben, bei der Hunderte Rettungskräfte beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze mobilisiert wurden, um durch dichte Bäume und Felsen zu jagen.

Julia wurde am Sonntag bei einem Spaziergang mit ihren Eltern in den Wäldern im Grenzgebiet zu Tschechien in der Nähe des Berges Cherchov vermisst.

Nach Angaben der Polizei verschwanden Julia, ihr Bruder und eine Cousine im Wald und konnten von ihren Eltern nicht gefunden werden. Nachdem sie den Rettungsdienst gerufen hatten, wurden die beiden Jungen ausfindig gemacht, aber niemand konnte Julia finden.

An der Suche im Bereich zwischen den Städten Waldmünchen, Furth im Wald und Domazlice beteiligten sich rund 1.400 Rettungskräfte aus Bayern und Tschechien.

Das Bayerische Rote Kreuz bezeichnete sie als die größte grenzüberschreitende Durchsuchung, die jemals in der Region stattgefunden habe. „Dass das Kind gefunden werden konnte, kommt einem Wunder gleich“, erklärte der Rettungsdienst auf Facebook.

Die Helfer waren zwei Tage und zwei Nächte im Einsatz und wurden dabei von 115 Suchhunden, Polizeihubschraubern und Drohnen mit Wärmebildkameras unterstützt.

Da ein Großteil des Gebiets aufgrund von Felsen und Spalten sowie dichtem Baumbestand unpassierbar sei und nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt nahe seien, befürchtete die Polizei eine „lebensbedrohliche und ernsthafte Gefahr“.

Noch am Dienstagmorgen befürchteten die Behörden, dass ihre Überlebenschancen von Stunde zu Stunde sinken.

„Wir haben alles mobilisiert, Bereitschaftspolizei, Hundekommandos, Helikopter mit Wärmebildkameras, Drohnen und Suchtrupps der Alpine Task Force. Am Ende war es ein bisschen Glück, dass ein an der Suchaktion beteiligter tschechischer Förster das Mädchen gefunden hat“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. 

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