Nach dem Hochwasser kämpft Deutschland, um die Trümmer zu beseitigen

In der Nähe der Dörfer, die im vergangenen Monat von historischen Überschwemmungen in Deutschland verwüstet wurden, kämpfen Müllzentren darum, einen Haufen zu sortieren, der einem ganzen Jahr Müll entspricht.

Nach dem Hochwasser kämpft Deutschland, um die Trümmer zu beseitigen

„So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben“, sagt Sascha Hurtenbach, Leiter des Abfallwirtschaftszentrums Niederzissen, gegenüber AFP, während hinter ihm Bagger daran arbeiten, die Schuttberge zu verkleinern.

„Im Moment haben wir hier etwa 35.000 Tonnen Abfall aus dem Katastrophengebiet, und wir haben die gleiche Menge bereits auf eine Deponie gebracht.

Die Deponie in Niederzissen liegt etwa 20 Kilometer vom Ahrtal entfernt, wo in der Nacht zum 14. Juli der Fluss über die Ufer trat und sich das Wasser in einen Wildbach verwandelte.

Die Dörfer entlang der Ahr, einem Nebenfluss des Rheins, wurden vom Hochwasser verwüstet und Dutzende von Bewohnern starben.

Entlang der Straßen, die ins Tal führen, hat sich der Schlamm zu Staub verwandelt und Konvois von Muldenkippern haben die Touristen ersetzt, die hierher kamen, um die einst malerische Umgebung zu genießen.

Die Überreste eines zerbrochenen Lebens – Waschmaschinen, Geschirrspüler, Sofas, Kühlschränke, Stühle – stapeln sich im Zentrum von Niederzissen übereinander. Sie zeugen vom Ausmaß der Katastrophe, bei der im Westen Deutschlands mindestens 186 Menschen ums Leben kamen.

Auf dem Höhepunkt der Aufräumarbeiten traf im Minutentakt ein LKW auf der Baustelle in Niederzissen ein.

Und doch ist das, was sie bisher sortiert haben, nur der Anfang. Baumaterial, Baumstämme und Äste warten noch darauf, vor den vom Hochwasser betroffenen Häusern abtransportiert zu werden.

Ungefähr 170 Arbeiter wurden eingesetzt, um alles zu beseitigen, mehr als das Vierfache der normalen Personalausstattung.

Der Standort selbst ist sieben Tage die Woche in Betrieb, wird jedoch durch die Verfügbarkeit von LKWs eingeschränkt, um Abfälle zu Deponien oder spezialisierten Recyclingzentren zu bringen.

Von den 130.000 Einwohnern seines Zentrums sind nur 30.000 direkt von den Überschwemmungen betroffen.

„Für die anderen müssen wir noch ihre Mülltonnen leeren und ihren Müll wie gewohnt abholen.

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