Bahnreisende in Deutschland haben längere Reisezeiten und weniger Züge

Die Deutsche Bahn beginnt mit einem umfassenden Umbau der Strecke zwischen Hamburg und Berlin, wodurch es zu vielen Störungen kommen wird.

Bahnreisende haben längere Reisezeiten und weniger Züge zwischen Hamburg und Berlin

Ab Samstag werden Züge zwischen den beiden größten Städten Deutschlands umgeleitet. Die Zugzeiten können variieren, aber die direkte Fahrt zwischen Hamburg und Berlin dauert normalerweise etwa 100 Minuten bis zwei Stunden. Nach Angaben der Deutschen Bahn verlängert sich die Fahrzeit für die nächsten drei Monate um rund 50 Minuten – die Fahrkarten bleiben aber beim gleichen Preis.


Die Deutsche Bahn will die Arbeiten bis zum geplanten Fahrplanwechsel in Deutschland am 11. Dezember abschließen.

Fernzüge von Berlin in die Hansestadt werden in dieser Zeit über die sogenannte Amerikabahn über Stendal und Uelzen umgeleitet, berichtete der Tagesspiegel am Freitag.

Hinzu kommt die Fahrplanstörung: Der erst im Dezember eingeführte Halbstundentakt nach Hamburg wird eingestellt, weil auf der umgeleiteten Strecke nicht mehr als ein ICE-Zug pro Stunde verkehren darf. Diese Strecke ist teilweise eingleisig und hat eine geringe Kapazität.

Wie genau wird es sich auf Reisen auswirken?

ICE-Züge verkehren stündlich.

Die Züge halten in Stendal und Salzwedel, in Uelzen im Zweistundentakt, in Wittenberge, Ludwigslust und Büchen gibt es keine Halt.

Die Züge auf der EC/IC-Linie Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Budapest fallen zwischen Hamburg und Berlin aus.

Auf bestimmten Strecken (z.B. zwischen Hamburg und Ludwigslust oder von Wittenberge nach Osterburg) werden zu bestimmten Zeiten ersatzweise Busse eingesetzt. Es wird auch einige Ersatzverbindungen mit Nahverkehrszügen geben.

Ab dem 22. November sollte sich die Lage etwas entspannen. Vormittags und nachmittags sind auf direkter Strecke zwei ICE-Fahrten täglich möglich – mit Zwischenstopps in Wittenberge und Ludwigslust, teilweise auch in Büchen.

Der Singletrack hat derweil das Potenzial, für Verzögerungen zu sorgen. Denn jeder Zug, auch mit geringer Verspätung, bringt automatisch den Fahrplan entgegenkommender Züge durcheinander. Als vor einem Jahrzehnt Züge nach Hamburg über die Amerikabahn umgeleitet wurden, hatten viele ICE-Züge Verspätung.

Es kommt zu einer schwierigen Zeit für den Bahnverkehr in Deutschland, in der kürzlich eine Reihe von Streiks von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ausgerufen wurden.

Wozu dient die Arbeit?

Die Deutsche Bahn investiert 100 Millionen Euro in den Ausbau der stark genutzten Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hamburg, darunter 200 Kilometer neue Gleise sowie neue Leit- und Sicherungstechnik.

Auf den Abschnitten Ludwigslust-Büchen sowie Berlin-Spandau und Wittenberge wird gebaut. Daher sind auch Berliner Züge von Spandau in Richtung Westen betroffen. Die neuen Fahrzeiten werden in der DB-App und online angezeigt.

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