Covid-19; Deutschland: Deutsche Ärzte warnen vor Erkältungsanstieg

Deutsche Gesundheitsexperten sagen, dass es einen starken Anstieg der Menschen – insbesondere der Kinder – gibt, die Infektionen wie Erkältungen und andere Atemwegserkrankungen aufgrund geringerer sozialer Kontakte während der Covid-Sperren auffangen.

Deutsche Ärzte warnen vor Erkältungsanstieg

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands sagte, es sei nicht nur mit dem kälteren Wetter verbunden, sondern auch darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung nach der Einschränkung der sozialen Kontakte während des Covid-Shutdowns eine schwächere Immunität gegen Viren habe.

Covid-19; Deutschland: Deutsche Ärzte warnen vor Erkältungsanstieg

Das liege auch daran, dass Menschen wegen der Corona-Beschränkungen wie Maskentragen und Lock-Down eineinhalb Jahre lang kaum Kontakt mit verschiedenen Viren hatten, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt am Donnerstag der Passauer Neuen Presse.

Insofern ist ihr Immunsystem gegen viele Viren, mit denen wir normalerweise gut zurechtkommen, nicht gut trainiert. Infolgedessen treten Erkältungen häufiger auf. Die Covid-19 Lockdowns haben also nicht nur Vorteile gebracht.

Weigeldt sagte, dass sich in Deutschland insbesondere bei Kindern mehr Infektionskrankheiten ausbreiten, weil sie weniger Viren ausgesetzt waren.

Er sagte, dass Lehrer und Erwachsene oft Viren an Kinder weitergeben. Weigeldt spricht sich daher für eine „Impfpflicht für solche Berufsgruppen“ aus.

Die Abschaffung der Maskenpflicht in Schulen ist in Deutschland zu einem umstrittenen Thema geworden. Einige Staaten erlauben es den Schülern, ihre Masken abzulegen, während andere die Regel beibehalten.

Weigeldt sprach sich dafür aus, die Maskenpflicht in den Schulen abzuschaffen – zumindest für jüngere Kinder. Er sagt stattdessen, dass Erwachsene Verantwortung übernehmen müssen – und plädiert deshalb für Impfpflichten für Lehrkräfte, aber auch für Angestellte in anderen sensiblen Berufsgruppen wie der Pflege.

Die Bundesregierung behauptet jedoch, keine Pflichtimpfungen vorzusehen.

Auch Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV), plädierte für die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulen.

Der Vorsitzende des KBV sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: Aus meiner Sicht ist es vertretbar, in Schulen auf das Tragen von Masken zu verzichten.

Gassen sagte, es gebe bereits regelmäßige Covid-Tests in Schulen – und fügte hinzu, dass Kinder ihr Immunsystem stärken müssten, indem sie mehr Viren ausgesetzt seien.

Aufgrund der langen Zeiträume des Lockdowns, der sozialen Distanzierung und des Tragens von Masken ist das Immunsystem von Kindern jetzt so untrainiert, dass sie an Viren erkranken, die sie zuvor nicht befallen haben, sagte er.

Unterdessen forderte die Gewerkschaft Bildung und Wissenschaft in Deutschland (GEW) vor dem Treffen der Bildungsminister am Donnerstag und Freitag bundesweit einheitliche Regeln zum Thema Covid-Schutz an Schulen und Institutionen .

„Die GEW appelliert an die Kultusministerkonferenz, sich beim Thema Maskenpflicht auf eine gemeinsame Linie zu einigen“, sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem RND. Wir wollen, dass Schulen und Einrichtungen auch in der kalten Jahreszeit geöffnet bleiben, was ohne entsprechende Hygienemaßnahmen und -konzepte nicht funktioniert.

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