Kann man Diabetes mithilfe von pflanzlichen Mitteln heilen?

Diese Frage erscheint zunächst ziemlich gewagt, da man bei einer ernst zu nehmenden Erkrankung wie Diabetes natürlich niemals ein Risiko eingehen oder wild herumexperimentieren sollte. Dem Trockenextrakt, der aus dem dornigen Fuchsschwanz gewonnen wird (Amaranthus spinosus) wird beispielsweise eine solch heilende Wirkung nachgesagt.

Kann man Diabetes mithilfe von pflanzlichen Mitteln heilen?

Amaranthus spinosus ist eine in der traditionellen Medizin längst bekannte Heilpflanze, der zahlreiche gesundheitsförderliche Effekte nachgesagt werden und die laut zahlreichen Studien auch gegen Krankheiten, wie Diabetes helfen soll. Doch wie sicher ist eine solche Behandlung überhaupt? Und lohnt sich eine Behandlung mit Amaranthus spinosus angesichts des potenziellen Gesundheitsrikios? Genau diesen Fragen werden wir im Folgenden auf den Grund gehen.

Kann man Diabetes mithilfe von pflanzlichen Mitteln heilen?

Was ist Amaranthus spinosa überhaupt?

Wie der lateinische Name des dornigen Fuchsschwanzes schon impliziert, handelt es sich bei der Pflanze, um ein Amaranthgewächs in der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Schon lange wird das Gewächs in der Homöopathie geschätzt für seine zahlreichen gesundheitsfördernden Effekte und ist in vielen, gut sortierten Apotheken erhältlich. Auch in der natur- und Volksheilkunde zahlreicher südamerikanischer Länder wie Mexiko, gilt der Fuchsschwanz seit Jahrhunderten als Heilmittel.

Schon die Azteken, Inkas und Mayas verehrten den Amaranth als heiliges Kraut und integrierten ihn als Hauptnahrungsmittel in ihre alltägliche Ernährung. Amaranth galt auch lange Zeit als eine heilige Zutat bei religiösen Ritualen und ihm wurde nachgesagt, unbezwingbare Kräfte zu verleihen.

Es gibt unfassbar viele verschiedene Amaranthgewächse, die allesamt unterschiedliche positive Wirkungen auf den Menschen haben können. Amaranthpflanzen sind sogenannte Pseudogetreide und ihnen wird nachgesagt nicht nur äußerst schmackhaft zu sein, sondern andererseits auch viele Nährstoffe und Antioxidantien zu enthalten, die einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit haben. Nicht umsonst wurden sie über Jahrhunderte hinweg als heilige Pflanzen verehrt und angebaut. 

Positive gesundheitliche Wirkung von Amaranthus spinosa

Schon vor 10 Jahren erforschten erste englische Studien die Wirkung des Dornigen Fuchsschwanz auf unsere Gesundheit und mögliche Abhilfe bei Diabeteserkrankungen, immer mit dem Hintergedanken traditionelle natürliche Medizin wissenschaftlich zu belegen.

Bevor wir auf die Wirkung des Trockenextrakts in Bezug auf Diabetes-Patient*innen eingehen, hier erst mal einige Wirkungen, die der Trockenextrakt im Allgemeinen auf die menschliche Gesundheit hat: Zum einen soll er den Blutzucker, sowie den LDL-Cholesterinspiegel senken und damit Herzkreislauferkrankungen vorbeugen.

Untersuchung des Trockenextrakts in Tierversuchen 

Welche Wirkung der Extrakt des dornigen Fuchsschwanzes wirklich hat bzw., ob dieser schädlich ist, hat nun eine Studie genauer untersucht. Denn Amaranthus spinosus wird nachgesagt, eine anti-diabetische Wirkung zu haben und gestörte Stoffwechsel und Verdauungssysteme zu heilen. Die Wissenschaftler*innen testeten dazu, die zellschädigende Wirkung in einem in vitro-Versuch an Larven von Salinenkrebsen und im zweiten Schritt dann an Ratten.

Dafür wurde den Ratten oral eine einmalige Dosis von 5000 mg/kg Körpergewicht verabreicht und danach zusätzlich mehrere, kleine Dosen von 500-1000 mg/kg Körpergewicht innerhalb von 28 Tagen. Das Experiment führte zu keinen signifikanten Nebenwirkungen, im Tierversuch konnte also der Verdacht auf eine potenziell zellschädigende Wirkung weitgehend ausgeräumt werden. 

Wie sicher ist der Trockenextrakt?

Die Wissenschaftler*innen der Studie befanden den Trockenextrakt für weitgehend sicher, solange man die Dosierung von 1000 mg/ kg Körpergewicht nicht überschreitet. Dennoch ist der Pflanzenstoff noch nicht ausreichend erforscht. Es gibt daher einige Faktoren, die weiterhin eine potenzielle gesundheitliche Gefahr darstellen.

So beispielsweise die Wirkung von Amaranthus spinosus auf schwangere Personen bzw. menschliche Föten, sowie auf das Nervensystem und die menschliche DNA. Ob eine dauerhafte Einnahme somit beispielsweise zur Veränderung des Erbgutes führen könnte, ist schlichtweg noch nicht erforscht und auch die Übertragbarkeit der durch Tierversuche gewonnenen Studienergebnisse auf den menschlichen Organismus bleibt fraglich.

Sollten Sie darüber nachdenken, Amaranthus spinosus in ihre alltägliche Ernährung zu integrieren, sei es um ihrer Gesundheit im Allgemeinen etwas Gutes zu tun, oder aufgrund einer Diabeteserkrankung: Das Medikament ist rein pflanzlich und von den Autor*innen der Studie wurde es als sicher deklariert. Sprechen Sie eine Einnahme dennoch unbedingt vorher mit ihrem behandelnden Hausarzt oder Hausärztin ab- insbesondere, wenn sie andere Medikamente einnehmen, stillen oder schwanger sind. 

Der Dornige Fuchsschwanz als letzte Hoffnung bei Diabetes-Erkrankungen?

Diabetes ist eine weit verbreitete Volkskrankheit: Rund 7,2 Prozent aller Erwachsenen sind von der Stoffwechselkrankheit betroffen und oft verläuft diese chronisch und ohne Aussicht auf Besserung.

Zumindest Diabetes Typ 2 kann aber laut der britischen Studie „Diabetes Remission Clinical Trial“ (kurz: DiRECT) um Studienleiter Michale Lean, geheilt werden und zwar ohne teure Operationen, Insulinspritzen oder anderweitige Einnahme von Medikamenten. Geheilt werden soll die Krankheit mithilfe einer Ernährungstherapie, die die Krankheit quasi rückgängig macht- durch gezielte Schulung des Patienten über gesunde Ernährung und Sport.

Gerade im Zuge einer solchen, nicht auf Medikamenten basierenden Therapie kann es für Patient*innen, die sich bewusst für diese alternative Therapieform entschieden haben, von Vorteil sein, ihre Erfolge durch die Einnahme von Amaranthus spinosus zu unterstützen- d.h. ein rein pflanzliches Mittel zur Hilfe zu nehmen, um den Weg zur Besserung eventuell schneller gehen zu können. Den Pflanzenextrakt gibt es beispielsweise als Globuli in der Apotheke für einen relativ geringen Preis zu kaufen.

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