LG gewinnt Patentklage gegen TCL in Deutschland

TCL kann jedoch weiterhin Berufung gegen die Entscheidung einlegen. Das Paar ist auch in zwei weitere Rechtsstreitigkeiten über die LTE-Technologie verwickelt.

LG Electronics gab am Dienstag bekannt, dass es eine Patentverletzungsklage gegen TCL in Deutschland gewonnen hat.

Laut LG hat das Landgericht Mannheim letzte Woche zugunsten des südkoreanischen Unternehmens entschieden, nachdem festgestellt wurde, dass TCL in Deutschland gegen das Standardpatent von LG, EP 2 627 146 B1, verstoßen hat. Das Patent bezieht sich auf die LTE-Technologie.

LG sagte, es werde sofort Schritte unternehmen, um TCL daran zu hindern, patentierte Technologie in seinen Smartphones ohne Lizenz zu verwenden.

Das chinesische Unternehmen kann jedoch gegen die Entscheidung Berufung einlegen, und sein Antrag beim Bundespatentgericht auf Nichtigerklärung des fraglichen Patents steht noch aus.

Im November 2019 reichte LG eine Vertragsverletzungsklage für drei Patente gegen TCL ein. Für die anderen Patente sind noch zwei Klagen im Gange. Die Anhörung für eine begann letzte Woche und eine andere wird im Mai beginnen.

LG sagte, es würde „unser geistiges Eigentum energisch vor jeglicher unbefugten Verwendung schützen“.

Die Zukunft des verlustbringenden Smartphone-Betriebs des südkoreanischen Elektronikherstellers bleibt weiterhin ungewiss. Im Januar sagte LG, es habe „die Richtung seines Mobilfunkgeschäfts gründlich überprüft“ und sei offen für „alle Möglichkeiten“.

Laut dem Marktforschungsunternehmen IPlytics belegte LG im Februar dieses Jahres mit rund 3.700 Patentfamilien weltweit den dritten Platz bei 5G-Standardpatenten.

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